Mittwoch, 19. Oktober 2022

Neu im ADR II

Sicherheitsdatenblatt

Mit dem 1. Januar 2023 ist die gem. der Verordnung (EU) 2020/878 die Übergangsfrist für alte Safety Data Sheets (SDS) oder Sicherheitsdatenblatt (SDB) um. Somit dürfen nur noch SDS verwendet werden die der neuen Verordnung entsprechen.

Was hat sich geändert?

Durch die neue Verordnung haben sich in den SDS/SDB Veränderungen in der Struktur, sowie in der Anordnung der Überschriften ergeben. Daraus ergibt sich natürlich, dass jedes einzelne SDS/SDB angepasst werden muss. Ausser dieser Formangelegenheit gibt es auch sprachliche und inhaltliche Änderungen. 

Alte SDS/SDB dürfen ab 1. Jänner nicht mehr verwendet werden. Wer sie noch nicht hat muss dringend neue anfordern

Hier ein paar Auszüge:

  • ABSCHNITT 14: Angaben zum Transport
    • In diesem Abschnitt des Sicherheitsdatenblatts sind die Grundinformationen zur Einstufung von Stoffen oder Gemischen, die in Abschnitt 1 genannt sind, beim Transport/Versand im Straßen-, Eisenbahn-, See-, Binnenschiffs- oder Luftverkehr aufzuführen. Liegen keine oder keine relevanten derartigen Informationen vor, ist dies anzugeben.
    • Soweit relevant, sind in diesem Abschnitt auch Angaben zur Transporteinstufung nach jedem der folgenden internationalen Übereinkommen, mit denen die einzelnen UN-Modellvorschriften umgesetzt werden, zu machen, nämlich dem Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße (ADR), der Ordnung für die internationale Eisenbahnbeförderung gefährlicher Güter (RID) und dem Europäischen Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf Binnenwasserstraßen (ADN), die alle drei durch die Richtlinie 2008/68/EG des Europäischen Parlaments und des Rates (109) umgesetzt wurden, sowie nach dem Internationalen Code für die Beförderung gefährlicher Güter mit Seeschiffen (IMDG-Code) hinsichtlich der Beförderung verpackter Güter und den einschlägigen IMO-Codes für die Beförderung von Massengütern auf dem Seeweg (11) und den ‚Technical Instructions for the SAFESafe Transport of Dangerous Goods by Air (ICAO TI)‘.

    • 14.1. UN-Nummer oder ID-Nummer

    • Es sind die UN-Nummer oder die ID-Nummer (d. h. die vierstellige Identifizierungsnummer des Stoffs, Gemischs oder Erzeugnisses, der die Buchstaben ‚UN‘ oder ‚ID‘ vorangestellt sind) aus den UN-Modellvorschriften, IMDG, ADR, RID, ADN oder ICAO TI anzugeben.

    • 14.2. Ordnungsgemäße UN-Versandbezeichnung

    • Es ist die ordnungsgemäße Versandbezeichnung aus den gemäß Kapitel 3.2 Tabelle A Spalte 2 ‚Benennung und Bezeichnung‘ des Verzeichnisses der gefährlichen Güter der UN-Modellvorschriften, dem ADR, der RID und den Tabellen A und C des Kapitels 3.2 des ADN — erforderlichenfalls ergänzt durch die technische Benennung in Klammern — anzugeben, sofern sie nicht als Produktidentifikator in Unterabschnitt 1.1 verwendet wurde. Wenn die UN-Nummer und die ordnungsgemäße Versandbezeichnung bei verschiedenen Verkehrsträgern unverändert bleiben, ist es nicht erforderlich, diese Angaben zu wiederholen. Bei der Beförderung zur See ist über die ordnungsgemäße UN-Versandbezeichnung hinaus gegebenenfalls die technische Benennung der zu befördernden Güter gemäß dem IMDG-Code anzugeben

    • 14.3. Transportgefahrenklassen

    • Es sind die Transportgefahrenklassen (und die Nebengefahren) anzugeben, die den Stoffen oder Gemischen auf der Grundlage der von ihnen ausgehenden Hauptgefahr entsprechend den UN- Modellvorschriften zugeordnet wurden. Was die Beförderung im Binnenland betrifft, sind die Transportgefahrenklassen (und die Nebengefahren) anzugeben, die den Stoffen oder Gemischen auf der Grundlage der von ihnen ausgehenden Hauptgefahr entsprechend dem ADR, der RID und dem ADN zugeordnet wurden.

    • 14.4. Verpackungsgruppe

    • Die Nummer der Verpackungsgruppe der UN-Modellvorschriften ist, sofern zutreffend, wie nach den UN-Modellvorschriften, dem ADR, der RID und dem ADN erforderlich anzugeben. Die Verpackungsgruppennummer wird bestimmten Stoffen je nach ihrer Gefährlichkeit zugewiesen.

    • 14.5. Umweltgefahren

    • Es ist anzugeben, ob der Stoff oder das Gemisch nach den Kriterien der UN-Modellvorschriften (wie dem ADR, der RID und dem ADN zu entnehmen) für die Umwelt gefährlich ist und/oder ob es sich nach dem IMDG-Code und dem EmS-Leitfaden ‚Emergency Response Procedures for Ships Carrying Dangerous Goods‘ um einen Meeresschadstoff handelt. Ist eine Beförderung des Stoffes oder Gemisches in Tankschiffen auf Binnenwasserstraßen zugelassen oder vorgesehen, so ist nur gemäß dem ADN anzugeben, ob der Stoff oder das Gemisch in Tankschiffen für die Umwelt gefährlich ist.

    • 14.6. Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Verwender

    • Es ist für alle betroffenen Verkehrsträger über die besonderen Vorsichtsmaßnahmen zu informieren, die der Verwender bezüglich des Transports oder der Verbringung innerhalb oder außerhalb seines Betriebsgeländes ergreifen oder beachten soll beziehungsweise muss.

    • 14.7. Massengutbeförderung dem Seeweg gemäß IMO-Instrumenten

    • Dieser Unterabschnitt gilt nur, falls eine Fracht als Massengut gemäß folgenden IMO- Rechtsinstrumenten befördert werden soll: Kapitel VI oder Kapitel VII der SOLAS, Anhang II oder Anhang V des MARPOL, dem IBC-Code, dem IMSBC-Code und dem IGC-Code oder seinen früheren Fassungen, nämlich dem EGC- Code oder dem GC-Code.
    • Bei flüssigen Massengutladungen ist der Name des Produkts ist (sofern er sich von dem in Unterabschnitt 1.1 angegebenen unterscheidet) wie nach dem Frachtbrief erforderlich und in Übereinstimmung mit dem Namen anzugeben, der in der Liste von Produktnamen in Kapitel 17 oder 18 des IBC-Codes oder in der neuesten Ausgabe des MEPC.2/Rundschreibens (1319) aufgeführt ist. Gemäß Anhang I Absatz 3 Teil B Buchstabe a der Richtlinie 2002/59/EG des Europäischen Parlaments und des Rates sind der vorgeschriebene Schiffstyp und die Verschmutzungskategorie sowie die IMO-Gefahrenklasse anzugeben.
    • Bei der Beförderung fester Massengüter ist die Versandbezeichnung der Massengutladung anzugeben. Es ist anzugeben, ob die Ladung als schädlich für die Meeresumwelt (HME) gemäß Anhang V des MARPOL gilt, ob es sich gemäß dem IMSBC-Code um MBH-Stoffe handelt (‚Materials hazardous only in bulk‘ — Stoffe, die nur in großen Mengen gefährlich sind) und in welche Frachtgruppe sie gemäß dem IMSBC eingestuft werden sollte.Bei der Beförderung großer Mengen an Flüssiggas sind der Name des Produkts und der Schiffstyp nach den Anforderungen des IGC-Codes oder seiner früheren Fassungen, nämlich des EGC-Codes oder des GC-Codes, anzugeben.

    Neu im ADR I

    Baggertransport:

    Mit dem 1. Januar 2023 ist der Transport von Maschinen im ADR nicht mehr in der Erleichterung gem. 1.1.3.1 b) erhalten. Dieser Abschnitt wurde aus dem ADR gestrichen. 

    Dieser Absatz hat zwar Fahrzeuge mit flüssigkeits- oder gasbetriebenen Motoren niemals beinhaltet, wurde aber gern als Ausnahme vom ADR angesehen. Damit ist jetzt Schluss!
    Das ADR definiert klar die UN Nummer 3166 als
    FAHRZEUG MIT ANTRIEB DURCH ENTZÜNDBARES GAS oder
    FAHRZEUG MIT ANTRIEB DURCH ENTZÜNDBARE FLÜSSIGKEIT oder
    BRENNSTOFFZELLEN-FAHRZEUG MIT ANTRIEB DURCH ENTZÜNDBARES GAS oder
    BRENNSTOFFZELLEN-FAHRZEUG MIT ANTRIEB DURCH ENTZÜNDBARE FLÜSSIGKEIT.
    Diese UN Nummer 3166 ist der Klasse 9 zugeordnet und hat die Sondervorschriften 388, 666, 667, 669

    In der SoVo 388 sind Baumaschinen als Fahrzeuge definiert, und die SoVo 666 besagt, dass als Ladung beförderte Fahrzeuge vom ADR ausgenommen sind sofern folgende Punkte erfüllt sind:

    a) Bei flüssigen Brennstoffen müssen die Ventile zwischen dem Motor und dem Tank geschlossen sein und die Fahrzeuge müssen auf den Rädern/Ketten stehend transportiert werden. Die Ladungssicherung muss natürlich der EN 12195-1:2011-06 entsprechen.

    b) Bei gasförmigen Brennstoffen muss das Ventil zwischen dem Gastank und dem Motor geschlossen und der elektrische Kontakt unterbrochen sein. Die Ladungssicherung muss ebenfalls der EN 12195-1:2011-06 entsprechen.

    Der Sondervorschrift 666 kann nur entsprochen werden, wenn der Lenker des Transportfahrzeuges garantieren kann dass die Ventile zwischen Motor und Kraftstoffbehälter geschlossen sind. Ob diese Ventile im Normalfall geschlossen sind oder nicht, ist beim Hersteller des Fahrzeuges/Baggers zu erfragen. Und es muss bedacht werden das ist durch einen Defekt dazu führen kann dass diese Ventile geöffnet sind. Sollten diese Ventile nicht geschlossen sein haben wir einen ADR-Volltransport! 

    Empfohlen wird auch auf dem Bagger links und rechts ein Gefahrgutlabel Klasse 3, Grösse 10x10 cm, anzubringen, sofern der Tank mehr als 450 L Fassungvermögen hat. Des weiteren empfehlen wir, ein Beförderungspapier mitzuführen auf dem die Sondervorschrift angeführt ist. Dieses Vorgehen verhindert unnötige Aufenthalte bei einer Kontrolle.

    Des weiteren bitten wir zu bedenken, dass jeder Beteiligte an einem Gefahrguttransport eine einschlägige Unterweisung haben muss. Das bedeutet, dass der LKW-Fahrer, der diesen Bagger transportieren möchte, diese Unterweisung nachweisen können muss. 


    Donnerstag, 6. Oktober 2022

     Neue Bestimmungen für Fahrzeuglenker


    Seit 1. Oktober gibt es neue StVO Regeln. Diese betreffen auch Bus- & LKW-Fahrer. Hier eine Zusammenfassung der wichtigsten Regeln:


    § 8. Fahrordnung auf Straßen mit besonderen Anlagen.

    (4) Die Benützung von Gehsteigen, Gehwegen und Schutzinseln mit Fahrzeugen aller Art und die Benützung von Radfahranlagen mit Fahrzeugen, die keine Fahrräder sind, insbesondere mit Motorfahrrädern, ist verboten. Dieses Verbot gilt nicht

    1. für das Überqueren von Gehsteigen, Gehwegen und Radfahranlagen mit Fahrzeugen auf den hiefür vorgesehenen Stellen, sofern Fußgänger und Radfahrer nicht gefährdet oder gehindert werden,

    Beim Einbiegen über Rad- oder Gehwege dürfen nun Fussgänger & Radfahrer nicht mehr behindert werden.

    § 11. Änderung der Fahrtrichtung und Wechsel des Fahrstreifens.

    (5) Das Reißverschlusssystem ist auch anzuwenden, wenn die beschriebenen Umstände in Bezug auf einen Radfahrstreifen oder innerhalb des Ortsgebietes auf einen parallel einmündenden Radweg, nach dessen Verlassen der Radfahrer die Fahrtrichtung beibehält, auftreten.

    Reissverschlusssystem mit Radfahrern bedeutet, dass der Kraftfahrer gegebenenfalls auf Schrittgeschwindigkeit runterbrennen muss.

    § 15. Überholen.

    (4) Beim Überholen ist ein der Verkehrssicherheit und der Fahrgeschwindigkeit entsprechender seitlicher Abstand vom Fahrzeug, das überholt wird, einzuhalten. Beim Überholen mit Kraftfahrzeugen von Fahrräder und Roller hat der Seitenabstand im Ortsgebiet mindestens 1,5 m und außerhalb des Ortsgebietes mindesten 2 m zu betragen; bei einer gefahrenen Geschwindigkeit des überholenden Kraftfahrzeuges von höchstens 30 km/h kann der Seitenabstand der Verkehrssicherheit entsprechend reduziert werden.

    Nur wenn der Bus oder LKW langsamer als mit 30 km/h überholt, darf der Abstand von 1,5 m bzw. 2 m unterschritten werden. Das bedeutet aber auch, dass wir mitunter über mehrere Kilometer hinter Radfahrern bleiben müssen. Auf alle Fälle, wenn diese nebeneinander fahren und die Fahrbahn nur 5,5 m breit ist.


    § 17. Vorbeifahren.

    (2) Der Lenker eines Fahrzeuges darf an einem in eine Haltestelle einfahrenden oder dort stehenden Schienenfahrzeug oder an einem Omnibus des Schienenersatzverkehrs oder des Kraftfahrlinienverkehrs auf der Seite, die für das Ein- oder Aussteigen bestimmt ist, nicht vorbeifahren. Der Lenker eines Fahrzeugs darf dann vorbeifahren, wenn alle Türen des öffentlichen Verkehrsmittels wieder geschlossen sind und er sich vergewissert hat, dass keine Personen mehr zum öffentlichen Verkehrsmittel zulaufen; dabei ist Schrittgeschwindigkeit einzuhalten und anzuhalten, wenn es die Sicherheit erfordert.

    Rechts an haltenden Bussen oder Strassenbahnen vorbeizufahren ist erst erlaubt nachdem die Türen wieder geschlossen und keine Fahrgäste mehr ein- oder aussteigen.

    § 21. Verminderung der Fahrgeschwindigkeit.

    (3) Lenker von Kraftfahrzeugen mit einem höchst zulässigen Gesamtgewicht von über 3, 5 t haben innerhalb des Ortsgebietes beim Rechtsabbiegen mit Schrittgeschwindigkeit zu fahren, wenn mit geradeaus fahrendem Fahrradverkehr, in selber Fahrtrichtung rechts abbiegendem Fahrradverkehr oder im unmittelbaren Bereich des Einbiegens mit die Fahrbahn überquerendem Fußgängerverkehr zu rechnen ist.

    Wenn rechts ein Gehstein oder ein Radweg ist darf nur mit maximal 7 km/h rechts abgebogen werden.

    § 23. Halten und Parken.

    (1) Der Lenker hat das Fahrzeug zum Halten oder Parken unter Bedachtnahme auf die beste Ausnützung des vorhandenen Platzes so aufzustellen, daß kein Straßenbenützer gefährdet und kein Lenker eines anderen Fahrzeuges am Vorbeifahren oder am Wegfahren gehindert wird. Das Hineinragen von Teilen des aufgestellten Fahrzeuges auf Verkehrsflächen, die dem Fußgängerverkehr oder dem Fahrradverkehr vorbehalten sind, ist verboten. Ausgenommen davon ist im Falle von Verkehrsflächen des Fußgängerverkehrs ein Hineinragen in geringfügigem Ausmaß (z. B. Seitenspiegel, Stoßstange) sowie für Ladetätigkeiten bis zu 10 Minuten. In jedem Fall hat dabei der freibleibende Querschnitt mindestens 1, 5 m zu betragen. Weiters hat auf Verkehrsflächen des Fußgängerverkehrs ein Querschnitt von mindestens 1, 5 m in Fällen der Aufstellung oder Anbringung von Gegenständen und Einbauten freizubleiben; die Aufstellung von temporären Hindernissen wie Gerüsten oder Leitern zur Durchführung von Bau- oder Reparaturmaßnahmen ist zulässig.

    Kein Teil (ausser Spiegel oder Stossstange) darf auf einen Gehsteig oder Radweg ragen, ausser es  bleiben mehr als 1,5 m Platz frei. Dies gilt nicht, wenn das Abstellen kürzer als max. 10 Minuten ist.

    Neue Verkehrszeichen

    Es gibt mehrere neue Verkehrszeichen, aber die meisten sind selbsterklärend. Nicht so die Schulstrasse! Fahren verboten; und wenn eine Ausnahme gilt max. 7km/h

    (2) In Schulstraßen ist der Fahrzeugverkehr verboten; ausgenommen davon ist der Fahrradverkehr. Krankentransporte, Schülertransporte, Fahrzeuge des Straßendienstes, der Müllabfuhr, des öffentlichen Sicherheitsdienstes und der Feuerwehr in Ausübung des Dienstes, Fahrzeuge des Öffentlichen Verkehrs, von Abschleppdiensten, der Pannenhilfe und Anrainer sind zum Zwecke des Zu- und Abfahrens ausgenommen.

    (3) In Schulstraßen ist das Gehen auf der Fahrbahn gestattet. 

    (4) Die Lenker von Fahrzeugen dürfen Fußgänger nicht behindern oder gefährden, haben von ortsgebundenen Gegenständen oder Einrichtungen einen der Verkehrssicherheit entsprechenden seitlichen Abstand einzuhalten und dürfen nur mit Schrittgeschwindigkeit fahren.



    Freitag, 2. September 2022

    Vorteil des externen Gefahrgutbeauftragten

    Der externe Gefahrgutbeauftrage bringt viele Vorteile! Zum Beispiel das Know-how aus vielen verschiedenen Gefahrgut Bereichen die sich oft überschneiden. Einem internen Beauftragten entgehen oft viele Aspekte, da dieser auf einen Schwerpunkt fokusiert ist.
    Wir bringen das Know-how aus vielen verschiedenen Bereichen ein! Unsere Gefahrgutbeauftragten sind in verschiedenen Branchen tätig. So können wir schnell einschätzen, worauf es ankommt und den richtigen Weg oder bei Problemen die richtige Lösung aufzeigen.

    Was kostet ein externer Gefahrgutbeauftragter?

    Als externe Gefahrgutbeauftragte stehen wir, fast rund um die Uhr mit Rat und Tat zur Verfügung. Wir informieren regelmässig über neue Gesetze und Änderungen im Gefahrgutrecht. Ausserdem überwachen und informieren wir das Unternehmen auch über Änderungen die nicht direkt Gefahrgutrecht betrifft. Wie zum Beispiel im Bereich Ladungssicherung.
    Dabei stellen wir unsere Leistungen, je nach Unternehmensgrösse, schon ab netto 1800,- € zur Verfügung. Für 1-Personen-Unternehmen sogar noch viel günstiger.
    Dabei ist eine Kontrolle oder Schulung pro Quartal bereits inbegriffen. Natürlich stehen wir auch für weitere Leistungen zur Verfügung. Wir organisieren alles was rund um den Transport anfällt.

    Was kostet ein interner Gefahrgutbeauftragter?

    Diese Frage stellen sich viele Firmen die sich überlegen einen Mitarbeiter zum Gefahrgutbeauftragten auszubilden oder einem externen Auftrag an zu bestellen. Wenn wir rein über die Ausbildungskosten reden, beläuft sich der Kurs mit der Prüfung auf 1350,- €. Damit hat der Mitarbeiter die Genehmigung als Gefahrgut beauftragter benannt zu werden.
    Jetzt muss man einen halben Tag pro Woche dieses Mitarbeiters rechnen, damit er im Gefahrgutbereich alles unter Kontrolle hat und am laufen bleibt. Es wird sehr viel Zeit benötigt, um die Änderung der Gesetze ständig im Auge zu behalten. Das sind dann schnell eimal 3000,- € pro Jahr – je nach Lohn des Mitarbeiters. Zusätzlich muss der Mitarbeiter auch für andere Bereiche geschult werden wie z.B. für Ladungssicherung, da diese sich mit dem Gefahrguttransport überschneidet.
    Und natürlich kann es sein dass ein Mitarbeiter das Unternehmen verlässt.

    Was macht ein Gefahrgutbeauftragter?

    In erster Linie überwacht der Gefahrgutbeauftragte, unter mitwirkung des Unternehmens, die Einhaltung der Vorschriften für die Beförderung gefährliche Güter. Ebenso gehören die Beratung des Unternehmens und die Erstellung des Jahresberichtes für Unternehmen und Behörde dazu sowie die Aufbewahrung dieser Berichte für 5 Jahre. Seine Aufgaben sind definiert im ADR, RID und ADN in Unterabschnitt 1.8.3.3.
    Weiters sind seine Aufgaben je nach Tätigkeit des Unternehmens die Einführung von Verfahren und Durchführung von Untersuchungen in Verbindung mit dem Transport der gefährlichen Güter. Dazu gehört auch die regelmässige Kontrolle der Fahrzeuge auf Verkehrs- und Betriebssicherheit sowie die Kontrolle von Fremdfahren die zuliefern oder abholen. Ausserdem steht der Gefahrgutbeauftragte bei Zwischenfällen oder Unfällen mit Rat und Tat zur Seite und erledigt, sofern dies gewünscht ist, auch Behördenwege.

    Warum ein Gefahrgutbeauftragter von VERSEM?

     Weil wir unsere geballtes Wissen Rund um Gefahrgut gesammelt haben und zur Verfügung stellen, für Land-, Wasser- und Lufttransporte!
     Weil wir auch Ladungssicherungsprofis sind!
     Weil wir auch in Bezug auf Lenk- und Ruhezeiten für den Fahrer Rede und Antwort stehen können!
     Weil wir für die Fahrer auch die Gefahrgut-Lenkerausbildung anbieten!
     Weil wir auch den Kurs für den Code 95 veranstalten!
     Weil wir ins Auto setzten und dort hin kommen wo wir gebraucht werden!
     Weil wir Labels, Placards und orange Tafeln besorgen!
     Weil wir nicht nur in Österreich für unsere Kunden da sind, sondern in ganz Europa.

    https://www.versem.com/sicherheitsberater/adr--rid--adn

    Donnerstag, 23. Juni 2022

    ADR Füllgrad & Beförderungspapier

    Bei meiner Aufgabe als Gefahrgutbeauftragter führe ich regelmässig Kontrollen und Beratungen bei LKW Fahrern und in Firmen durch. Interessanterweise habe ich festgestellt, dass sehr viele Firmen ein und das selbe Beförderungspapier immer wieder verwenden. Offensichtlich wird das von manchen meiner Kollegen so unterstützt. Deswegen stelle ich hier jetzt die Frage an all jene die Gefahrgutbeförderung durchführen oder Gefahrgutbeauftragte sind, wie sie den Unterabschnitt 5.4.4.1 definieren?

    5.4.4.1  Der Absender und der Beförderer müssen eine Kopie des Beförderungspapiers für gefährliche Güter und der im ADR festgelegten zusätzlichen Informationen und Dokumentation für einen Mindestzeitraum von drei Monaten aufbewahren. 

     

    Damit man diese drei Monate erkennen kann muss natürlich ein Datum für den Transport auf dem Beförderungspapier angegeben werden. Ich weiss nicht genau wieso manche Gefahrgutbeauftragte es durchgehen lassen oder gar befürworten dass man ein Datum loses Beförderungspapier Jahre lang verwenden kann wenn man immer die selben Güter befördert. Irgendwie haben die bei der Ausbildung nicht richtig aufgepasst. Allerdings glaube ich auch dass die Exekutive nicht über den unter Abschnitt 5.4.4.1 bescheid weiss.


    Ein anderes interessantes Thema ist der Tankwagen und sein Füllgrad

    Ich wurde unlängst wieder mit der Frage konfrontiert ob bei einem Tankwagen der keine Schwall- oder Trennwände hat, eine Mindestfüllmenge von 80% oder Maximalleermenge von 20% gültig ist. Deswegen möchte ich noch einmal alle Beteiligten darauf hinweisen dass es ihm ADR 4.3.2.2.4 heisst:

    Tankkörper zur Beförderung von Stoffen in flüssigem Zustand oder von verflüssigten oder tiefgekühlt verflüssigten Gasen, die nicht durch Trenn- oder Schwallwände in Abschnitte von höchstens 7500 l Fassungsraum unterteilt sind, müssen entweder zu mindestens 80 % oder zu höchstens 20 % ihres Fassungsraums gefüllt sein.
    Diese Vorschrift gilt nicht für: 
    – flüssige Stoffe mit einer kinematischen Viskosität bei 20°C von mindestens 2680 mm2/s; 
    – geschmolzene Stoffe mit einer kinematischen Viskosität bei Fülltemperatur von mindestens 2680 mm2/s; 
    – UN 1963 HELIUM, TIEFGEKÜHLT, FLÜSSIG, und UN 1966 WASSERSTOFF, TIEFGEKÜHLT, FLÜSSIG. 


    Das bedeutet für alle Transporteure deren Kammergrösse 7500 l überschreitet, dass diese Fahrzeuge nur voll oder leer sein dürfen! 

    Ausgenommen die Kammer verfügt über Schwallwände.


    Fahrgeschwindigkeit für LKW in Österreich

    Wie man allen Medien entnehmen kann, wird derzeit im Parlament darüber abgestimmt welche Änderungen in der Strassenverkehrsordnung vorgenommen werden sollten. Hauptsächlich geht es um den Schutz und die Vorrechte von Radfahren, wobei man natürlich darüber diskutieren kann ob diese Änderungen gut oder schlecht sind.

    Gleichzeitig stellen wir immer wieder fest dass die meisten Menschen die bestehenden Verkehrsregeln nicht einmal kennen. Da wird munter darauf los gefahren und keiner hat eine Ahnung wie es wirklich funktioniert.

    Aus diesem Grund starte ich eine neue Serie und beginne zuerst bei etwas ganz alten hier in Österreich, nämlich der Fahrgeschwindigkeit für LKW in Österreich.

    Im Ortsgebiet darf in Österreich grundsätzlich 50 KMH gefahren werden. Sollte unterhalb der Ortstafel eine Geschwindigkeitsbegrenzung zB. 30 KMH angebracht sein gilt diese für das gesamte Ortsgebiet. Unterhalb dieser Geschwindigkeitsbegrenzung kann eine Ausnahme wie zum Beispiel Anführungszeichen "Ausgenommen Vorrangstrassen“ dabei stehen. Dies bedeutet dass auf Vorrangstrassen dann wieder 50 KMH gefahren werden darf. Ein gutes Beispiel für diesen Fall ist die Landeshauptstadt der Steiermark, Graz.

    Nach dem Verkehrszeichen "Ortsende", in Österreich spricht man dann von einer Freilandstrasse, darf der LKW über 3.5 t dann wieder 70 KMH fahren. Natürlich nur wenn keine geringere Geschwindigkeitsbeschränkung ausgeschildert ist, und es nicht zwischen 22 und 6:00 Uhr ist. 

    Auf Autobahnen und Autostrassen darf der LKW über 3.5 t 80 KMH schnell fahren. Ausgenommen in der Zeit zwischen 22 und 6:00 Uhr. (In Deutschland werden Autostrassen Kraftfahrstrassen genannt und die erlaubte Geschwindigkeit ist normalerweise 60 KMH.)
    Meistens, aber nicht immer, sind Autobahnen und Autostrassen mautpflichtig. Das bedeutet dass der LKW eine Go-Box braucht auf dem er die richtige Anzahl der Achsen einzustellen hat. Ausschlaggebend dabei ist wie viel Achsen das Fahrzeug hat, nicht wie viele Achsen den Boden berühren! 

    In der Zeit von 22 bis 6:00 Uhr gilt in ganz Österreich ein Nachtfahrverbot Für LKW und LKW-kombinationen über 7.5 t. Davon ausgenommen sind lediglich lärmarme Kraftfahrzeuge sowie alle in der Strassenverkehrsordnung aufgeführten Verkehrsteilnehmer. Lärmarme LKW dürfen in der Zeit von 22 bis 6:00 Uhr in ganz Österreich maximal 60 KMH fahren. Dies gilt auch dann wenn mit einem Strassenverkehrszeichen eine höhere Geschwindigkeit erlaubt wäre, ausgenommen ein Zusatzschild gibt an das ist für Lastkraftwagen über 7,5 t gilt.

    Mehr Informationen gibt es auf meiner Webseite: www.VERSEM.com

    Ja ich weiss, jeder kennt sich aus und jeder weiss Bescheid! Und trotzdem fragen mich immer wieder Fahrer warum sie eine Strafe wegen Geschwindigkeitsüberschreitung bezahlen müssen.

    Freitag, 29. April 2022

     25/03/2022 von Camillo Bernardi

    Neues Ausbildungsprogramm GWB — C95 / D95

    Mit dem Jahr 2022 hat sich in der Weiterbildung für Berufskraftfahrer einiges getan. Endlich sind wir diese starken Stunden Vorgaben los geworden, und können mehr auf die Fahrer eingehen.

    Tatsächlich wurde Ende des letzten Jahres das GWB umgeändert und wir haben mehr Freiheiten bekommen, die unseren Fahrern zu Gute kommen. Nicht nur dass die Fahrer jetzt auch die Weiterbildung für den ADRschein geltend machen können, sondern auch alle andern transportspezifischen Weiterbildungen können eingereicht werden. Wir können jetzt auf die Bedürfnisse jedes einzelnen Fahrers bzw. jeder einzelne Firma konkret eingehen.

    Was ich nicht geändert hat sind die Dauer der Weiterbildung von 35 Stunden innerhalb von 5 Jahren und die 7 Stunden pro Modul. Diese 7 Stunden können an einem Tag gemacht oder aufgeteilt werden. Dabei dürfen sie nur  auf 2 aufeinanderfolgende Kalendertage oder auf 2 aufeinanderfolgende Werktage geteilt werden.

    Bei den Inhalten hat sich allerdings einiges getan. Wir haben jetzt insgesamt 19 Sachgebiete (Kenntnisbereiche) für die Weiterbildung von LKW- und Busfahrern. Davon sind 11 nicht klassenspezifisch, das bedeutet dass sowohl LKW- als auch Busfahrer diese brauchen, und 4 je Klasse zusätzlich. Somit braucht ein LKW-Fahrer 15 Sachgebiete und ein Busfahrer ebenfalls. Allerdings reicht es aus wenn man für beide Klassen 42 Stunden Weiterbildung besucht. Dabei ist es von nutzen die Schwerpunkte so zulegen, dass sie für die eigene Arbeit von Vorteil sind. Von jedem notwendigen Sachgebiet muss zumindest 1 Stunde Schulung nachgewiesen werden.

    Schwerpunkte müssen auf auf die Verkehrssicherheit, den Gesundheitsschutz und den Klimaschutz gelegt werden. Aus den drei Betonungsbereichen ist jeweils ein Wahlpflichtsachgebiet zu schulen (insgesamt drei Wahlpflichtsachgebiete). Das Wahlpflichtsachgebiet zur Verkehrssicherheit ist aus 7 Sachgebieten zu wählen (Sachgebiete 1.b, 1.d, 1.e, 1.f, 1.g, 1.h und 2.a), jenes zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz aus 3 Sachgebieten (Sachgebiete 3a, 3c, und 3d) und jenes zur Reduzierung der Umweltauswirkungen des Fahrens aus 2 Sachgebieten (Sachgebiete 1.a und 1.c). Sieben Sachgebiete sind völlig frei(willig). 

    Zum Unterrichtsort
    Der Präsenzunterricht darf nur in geschlossenen Räumen erteilt werden, sofern er nicht in Demonstrationen am Fahrzeug und praktischen Übungen besteht. Die Schulungsräumlichkeiten müssen die entsprechende Größe, Beschaffenheit und Einrichtung für einen sachgerechten Unterrichtsbetrieb aufweisen. Hat eine Ausbildungsstätte die Absicht, Weiterbildungen regelmäßig an einem bestimmten Ort abzuhalten, ist eine behördliche Bewilligung  bei der örtlich zuständigen Behörde einzuholen. Jede Weiterbildung ist spätestens drei Werktage vor der Durchführung der Behörde zu melden.

    Ein Aussenkurs bei einer Firma — Vor-Ort-Training — samt Unterrichtsort muss 2 Wochen vor der Abhaltung des Aussenkurses bei der örtlich zuständigen Behörde, angezeigt werden. Wir machen dieses Vor-Ort-Training grundsätzlich mit jedem Fahrer in Gruppen von maximal 5 Personen.

    DOWNLOAD AUSBILDUNGSPROGRAMM

    Neu im ADR II

    Sicherheitsdatenblatt Mit dem 1. Januar 2023 ist die gem. der Verordnung (EU) 2020/878 die Übergangsfrist für alte Safety Data Sheets (SDS)...